Um 09:45 Uhr gings mit der Fähre ab Buenos Aires Puerto del Norte nach Colonia und von dort weiter mit dem Bus nach Montevideo. Die langsame aber billigere Fähre hat ca. 3 Stunden bis sie in Uruguay anlegt. Dafür hat diese Fähre ein offenes Deck von welchem man wunderbar die Skyline von Buenos Aires fotografieren kann. Dies ist mit den schnelleren Booten nicht möglich ist.
Ab Colonia sind es mit dem Bus noch knapp 3 Stunden bis Montevideo und dort dem Bus Terminal Tres Cruces. Da die Verkaufsstelle für den Uruguay Superclassico Penarol - Nacional vom nächsten Tag um 18 Uhr schloss war ich etwas in Eile und ich nahm mir ein Taxi bis zum Hotel. Dieses kostete rund 150 Uruguay Peso was wohl maximal 5 Franken sind. Da ich nach 2 Tagen ab dem Schiffsterminal mit der direkten Fähre zurückfuhr hatte ich das Hotel in der Altstadt von Montevideo in der Nähe vom Puerto Mercado. Tagsüber ist es dort Tip Top und im Mercado kann auch gut gespiesen werden. Nachts ist die Gegend allerdings nicht wahnsinnig gemütlich und es hat auch kaum mehr etwas geöffnet. Daher ist es in Montevideo wohl eher empfehlenswert ein Hotel im Stadtzentrum zu nehmen.
Nach dem Einchecken gings zügig in den nächsten Redpagos Shop. Das ist so eine Art Ticketcorner für Uruguay und die Läden gibts fast an jeder Strassenecke meistens noch mit einem Geldwechsel gekopplet. Schliesslich ergatterte ich tatsächlich ein Ticket für den Classico in der teuersten Kategorie für 590 Uruguay Pesos also gut CHF 20 was mehr als fair ist.
Nun aber zum eigentlichen Thema dieses Berichts. Da ich ja schonmal in Montevideo war nahm ich am Samstag Abend ohne grosse Erwartungen auch noch das Spiel zwischen Defensor und Danubio im Estadio Luis Franzini mit.
Dieses Stadion ist direkt neben einem Luna Park und beim Strand gelegen. Es ist mittlerweilen doch recht in die Jahre gekommen und fasst rund 10'000 Zuschauer. Überrascht war ich von der grossen Anzahl von Auswärtsfans. Es waren sicherlich rund 3000 Auswärtsfans und somit etwa gleich viele wie Heimfans anwesend im Stadion welche ihre Mannschaft auch entsprechend anfeuerten. Vorallem kurz vor dem Spiel und während der ersten Hälfte war die Stimmung top, flachte aber stark ab.
Defensor hat nicht wirklich eine Fankurve. Denke es standen ca 100 Nasen hinter dem Tor und machten zwischenzeitlich auch etwas Stimmung und zum Start eine Regenschirm Choreo... Ansonsten war da wenig los.
Das Spiel endete letztlich 1:1 was in der Clausura-Tabelle (Rückrunden Meisterschaft) keiner der beiden Mannschaften so wirklich viel brachte.
Nach dem Spiel gings in rund 45 Minuten alles dem Strand entlang zurück zum Hafenquartier.

