Am Sonntag vor dem Spiel gings mit dem Zug von Berlin nach Düsseldorf. Von dort gings noch am Vortag nach Köln um die Ticketvoucher umzutauschen. Das ganze entwickelte sich dann zu einer Ticketsafari welche dann am Team Ticket Collection Point irgendwo in der Kölner Pampa bei einem Parkhaus ihr Happyend fand. Unglaublich wie dezentral dieser Punkt gewählt war.
Am nächsten Morgen gings dann gegen Mittag nach Köln um sich mal richtig einzustimmen. Vor dem Achtelfinale war in der Stadt einiges weniger los als bei den andern Spielen der Schweizer. Es hatten bedeutend weniger Schweizer Tickets und der Planungsspielraum zwischen letzten Gruppenspiel und dem Achtelfinale war sehr kurz. Viele Schweizer kamen dann auch erst mit den Zügen um 16 oder 17 Uhr in Köln an. Es entwickelte sich vor dem Spiel eine witzige Atmosphäre und die meisten Schweizer waren sich ziemlich Siegessicher.
Das Spiel selbst war wie das Kölner Verkehrssystem ein einziges Ärgernis. Die Schweizer brachten nichts aber auch gar nichts zu stande und die Ukrainer waren in keiner weise besser. Über die gesamten 120 Minuten gabs genau je eine Torchance für beide Mannschaften. Damit war klar das es ein Elfmeterschiessen braucht für die Entscheidung. Köbi national wechselte dann unverständlicherweise unseren sichersten Schützen Alex Frei in der 116. Minute aus. Auf jeden Fall schafften die Schweizer das Kunststück als erste Mannschaft an einer WM keinen einzigen Elfmeter zu versenken und schieden letztlich ohne Gegentor aus. Im letzten Spiel hat schlicht der Mut gefehlt.
Nach dem Spiel machte sich eine Riesenenttäuschung bei den mitgereisten Schweizer bemerkbar. Wir fuhren auf relativ raschem Weg zurück nach Düsseldorf in unser WM Logis.

