Am morgen schliefen wir dann nach den strapaziösen ersten 3 EM Tagen mal kräftig aus. Nachmittags gings dann per Holperstadtbus in rund einer halben Stunde von unserm Standplatz im Norden Portos in die Stadtmitte.
Und von dort per Metro direkt zum Stadion Dragao. Die Metrostation liegt direkt neben dem Stadion welches im innern fertiggebaut ist aber die Baustellen rund ums Stadion zeigten schon das wohl noch nicht alles so war wie es dann mal sein sollte. Trotzdem ist das "Drachenstadion" ein eindrückliches Bauwerk. Mit seinen 2 mächtigen Seitentribünen und den geschwungenen Übergängen zu den Hintertortribünen.
Vor dem Spiel gings noch in eine rund 10 Minuten vom Stadion entfernte Kneipe das erste Spiel gucken zwischen Tschechien und Lettland. Leider wurde in diesem tollen Restaurant scheinbar der Kühlschrank noch nicht erfunden so das es nur warmes Flaschenbier gab. Trotzdem genehmigten wir uns das eine oder andre so das wir schon etwas angeheitert in Richtung Stadion gingen.
Die Affiche versprach dann etwas mehr als auf dem Feld wirklich geboten wurde. Die deutschen erwischten die Holländer mit ihrer defensiven Einmann Sturm Taktik auf dem falschen Fuss. Die Holländer konnten Ihren gefürchteten Kombinationsfussball gar nie richtig aufziehen. Schliesslich gingen dann die Deutschen sogar noch in Führung was das Spiel auch nicht wirklich verbesserte. Schliesslich glich dann Ruud van Nistelroy kurz vor Schluss noch zum 1:1 aus.
Damit konnten die wohl rund 30'000 Niederländer im weiten rund des Dragao wohl noch einigermassen leben. Zahlenmässig hatten Sie die Deutschen, welche wohl mit rund 10'000 Fans anwesend waren, wohl ausgestochen Stimmungsmässig wusste aber der mächtige Oranje Mob nicht zu überzeugen. Trotzdem ein tolles Bild wenn so rund dreiviertel vom Stadion ganz in Orange zu sehen ist.
Nach einigen Bierchen beim Stadion gings dann noch in die City wo aber irgendwie nicht mehr allzuviel los war so das es mit dem Taxi nach Hause ging. Allerdings war es sehr umständlich ein Taxi zu finden das uns dann auch noch zu fünft bis zu unserm Camper mitnahm. Schliesslich fanden wir dann eins nur mussten wir dem Typen jetzt noch den Weg erklären und das war alles andere als einfach. Zum Schluss fanden wir dann tatsächlich unsern Camperstandplatz was dem Taxifahrer ein Riesentrinkgeld von rund 10 Euro einbrachte!

