Nachdem der FC Basel im Uefa Cup Debrecen zugelost bekam und diese Partie am Mittwoch in Budapest stattfand, war es relativ rasch klar das wir am Sonntag zuvor in Wien noch das Spiel von Rapid mitnehmen. Das Hannapi Stadion wollte ich schliesslich schon lange mal besuchen.
Nach dem Auswärtsspiel in Sion am Samstag Abend ging es am Sonntag morgen mit unserer dreiköpfigen Reisegruppe mit schwerem Kopf in den Swiss Flieger ab Zürich nach Wien. Nach dem Bezug des Hostels in der Nähe des Wiener Westbahnhofs und einem Besuch im nahegelegenen KFC gings dann per S-Bahn raus nach Wien Hütteldorf. Das Stadion liegt nur gerade einen Steinwurf vom Hütteldörfer Bahnhof entfernt.
Nach einer kurzen Stadiontour ausserhalb gings dann relativ rasch rein ins Stadion. Wir hatten uns print@home Tickets für 22 Euro besorgt. Dies ist eigentlich für die österreichische Liga und einen Platz in der Ostkurve hinter dem Tor ein ganz stolzer Betrag.
Das kulinarische Angebot in der Ostkurve ist sehr Bescheiden. Es gibt dort die üblichen Getränke inkl. alkoholhaltigem Bier. Dazu noch ein paar wenige Würste und Snacks. Ansonsten aber nichts. Eine Verpflegung im Vorfeld ist also durchaus zu empfehlen. Dies kann man auch im ganz neuen Pub, direkt vis à vis der Haupttribüne des Stadions.
Stimmungsmässig fand ichs dann eigentlich nicht so schlecht. Im Vorfeld habe ich auch nicht gewusst das es in der Ostkurve eine 2. Heimkurve gibt. Klar werden halt mehrheitlich die üblichen Ultralieder geträllert. Insgesamt war es aber ganz laut und es wurde auch zweimal gezündet. Ausserdem veranstaltete die Ostkurve am Anfang eine Choreo. Diese sahen wir natürlich von unseren Plätzen relativ schlecht. Auch die Hauptkurve im Westen war auf unserer Seite immer wieder mal zu hören.
Aus Wiener Neustadt waren vielleicht etwa 50 Nasen mitgereist, welche von 2 Capos mit Megaphon gecoacht wurden...., Die Gästekurve war aber trotz des guten Auftritts des Gästeteams auf dem Feld nur sehr selten zuhören.
Rapid war am Anfang des Spiels die klar schlechtere Mannschaft und war relativ schnell mit 0:2 in Rückstand. In der 2. Häflte bäumten sie sich auf. Es reichte allerdings nur noch zum Anschlusstreffer. Die vielen guten Ausgleichschancen wurden danach aber alle vergeben. Eine Punkteteilung wäre über alles gesehen wohl verdient gewesen. Rapid ist mit 0 Punkten und 1:6 Toren in 2 Spielen so schlecht wie noch nie in die Saison gestartet. Und am nächsten Sonntag wartet das Heimspiel gegen die Roten Bullen aus Salzburg. Das wird vermutlich auch nicht gerade einfach.
Nach dem Spiel gings dann per U-Bahn direkt in die Innenstadt um dort beim Figlmüller noch ein originales Wienerschnitzel zu verspeisen. Da das Restaurant nur österreichische Produkte verkauft, gabs dazu einen Zitronen-Kracherl und halt zur Abwechslung mal kein Cola. Das ist ja auch OK so!

