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Nach dem Spiel von West Bromwich gings am nächsten Morgen per Zug nach
Manchester. Selbstverständlich gabs die in England fast schon übliche
Verspätung von einer Stunde. Der letzte Abschnitt zwischen Stockport
und Manchester durften wir sogar noch im Bus zurücklegen.
Nach einem kleinen Weihnachtssale Shopping Bummel durch die riesigen
Einkaufszentren von Manchester gings am Abend raus zum City of
Manchester Stadium. In diesem spielt ja der FCB nächstes Jahr
hoffentlich den Uefa Cup Final. Das Stadion ist vom Bahnhof Piccadilly
in etwa 15 Minuten zu Fuss erreichbar. Es wurde für die
Commonwealth-Games ursprünglich mit Leichtathletiklaufbahn gebaut. Da
ein Fussballstadion mit Laufbahn und England halt nicht wirklich
zusammen passen wurde es dann eigens für Manchester City in ein reines
Fussballstadion umgebaut. Das enstandene Kunstwerk ist nun eines Uefa
Cup Finals durchaus würdig, obwohl es durch die Kurven halt trotzdem
kein typisch englisches Stadion ist.
Die Tickets hatte ich diesmal bereits im Vorfeld bestellt und auch
schon per Post erhalten. Wie bei diversen Premierleague Clubs braucht
man auch bei ManCity eine Access Card damit man überhaupt Tickets
kaufen kann. Die Karte kostet glaub ich 5 Pfund pro Jahr und dafür
werden dann diverse Daten über jede einzelne Person gesammelt.....
Der Platz war dann in der ersten Reihe direkt hinter dem Tor. In
England kauf ich mir bei Spielen welche mich fussballerisch nicht
sonderlich interessieren oft Karten in den untersten Reihen. Dort ist
man halt wirklich sehr, sehr nahe am Geschehen und bekommt die ganze
Power welche im englischen Fussball steckt voll mit.
Fantechnisch hat mich der Auswärtsauftritt der Rovers Fans in
Manchester überrascht. Die Distanz zwischen den Städten ist zwar nicht
wirklich gross trotzdem hätte ich allerdings weniger Rover Fans in
Manchester erwartet. Letztendlich warens wohl etwa 4 - 5000 Nasen
welche nach Manchester mitfuhren. Interessant war wie nahe die
Man City Supporters beim Block der Rovers standen und während 90
Minuten provozieren konnten.
Die Stimmung war zu beginn eher Flau als dann allerdings Mitte der
ersten Hälfte drei Tore innert kürzester Zeit fielen, kochte das
Stadion. Danach passierte lange nichts, bis dann Roque Santa Cruz kurz
vor Schluss den Ausgleich markierte. Das ganze war etwas kurios da der
Treffer zunächst vom Linienrichter wegen Offside aberkannt wurde.
Dieser nahm allerdings nach ewigen Diskussionen mit dem Schiedsrichter
seine Entscheidung wieder zurück und entschied auf Positionsoffside.
Auf jeden Fall zählte das Tor dann und die Heimsiegserie von City
wurde durchbrochen.
Aus Schweizer Sicht spielte bei Man City Gelson Fernandez eine sehr
ansprechende Partie. Bruno Berner war bei Blackburn
überraschenderweise ebenfalls über 90 Minuten am Werk. Er blieb
weitestgehend unauffällig was bei einem Verteidiger nicht wirklich
schlecht sein muss. Allerdings gingen bei City fast alle Angriffe über
die andere Seite auf welcher ein Bärenstarker Petrov die Verteidigung
mal für mal durcheinander wirbelte.
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